|
ZfF Zeitschrift fr Familienforschung - Beitrge zu Haushalt, Verwandtschaft und Lebenslauf |
||
|
|
Zeitschrift fr Familienforschung |
Die neu konzipierte Zeitschrift fr Familienforschung will die Kommunikation und Diskussion auf dem Gebiet der Familien- und Haushaltsforschung frdern. Sie verffentlicht wissenschaftliche Beitrge aus verschiedenen Fachdisziplinen, insbesondere Familiensoziologie, Familiendemographie, Familienpsychologie, Familienpolitik, Haushaltswissenschaft, historische Familienforschung und Nachbargebiete. Publiziert werden vor allem Beitrge, in denen Ergebnisse theoriegeleiteter empirischer Forschung zur Diskussion gestellt werden oder in denen ein berblick ber den aktuellen Forschungsstand in ausgewhlten Bereichen von Familie und Haushalt gegeben wird. Neben wissenschaftlichen Artikeln werden unter der Rubrik "Forum" u.a. auch Diskussionsbeitrge ber aktuelle Themen und Forschungsfragen oder die Familie betreffende politische Manahmen und Planungen verffentlicht. Die Zeitschrift fr Familienforschung ffnet sich mit ihrer neuen inhaltlichen Konzeption, in der die interdisziplinre Kommunikation und der internationale Austausch einen besonderen Stellenwert einnehmen, sowohl der Forschung und Wissenschaft, die sich mit Familie und Haushalt, Verwandtschaft und Lebenslauf befasst, als auch der Praxis, die sich um die Verwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Familienforschung im Alltag kmmert. |
|
|
Neue Programmatik |
|
|
|
Rubriken |
|
|
|
Verlag |
|
|
|
Trger |
|
|
|
Herausgeber |
|
|
|
Wissenschaftlicher Beirat |
|
|
|
Redaktion |
|
|
|
Abonnement |
|
|
|
Hinweise fr Autoren |
|
|
|
Aktuelles Heft |
|
Neue
Programmatik
Zeitschrift fr Familienforschung
- Beitrge zu Haushalt, Verwandtschaft und Lebenslauf
Die Zeitschrift will in ihrer neuen Herausgeberschaft die interdisziplinre Kommunikation und Diskussion durch Verffentlichung von Beitrgen aus dem Gebiet der Familien- und Haushaltsforschung unter Bercksichtigung verschiedener Fachdisziplinen (insbesondere Familiensoziologie, Familienpsychologie, Familiendemographie, Familienpolitik, Haushaltswissenschaft, historische Familienforschung und Nachbargebiete) intensivieren. Angestrebt werden insbesondere europisch-lndervergleichende Beitrge zu Haushalt, Verwandtschaft, Lebenslauf, Lebensformen und Generationszusammenhngen. Besonders erwnscht sind Beitrge, in denen Mikro- und Makroperspektiven, theoretische und empirische Fragestellungen der Familien- und Haushaltsforschung miteinander verknpft werden.
Rubriken
Editorial
Originalia (z.B. empirische Originalarbeiten, Literaturbersichten, Positionsartikel)
Forum (z.B. Institutsvorstellungen, Pro und Contra)
Forschungsnotizen
ifb-Mitteilungen
Verlag
Verlag: Verlag Leske + Budrich, Postfach 300551. 51334 Leverkusen. Tel.: 02171/49070; Fax: 490711.
e-mail:
.
www.leske-budrich.de.
Anzeigenverwaltung bei Verlag. Zur Zeit gilt die Anzeigenpreisliste S8 vom 1.1.2001.
Druck und Verarbeitung: Presse Druck, Augsburg
ISSN 0935-4018
Trger
Die Zeitschrift wird in Trgerschaft des Staatsinstituts fr Familienforschung an der Universitt Bamberg herausgegeben. (E-mail: , Internet: www.uni-bamberg.de/ifb).
Herausgeber
Die Zeitschrift fr Familienforschung wird inhaltlich verantwortet durch ein interdisziplinr zusammengesetztes Herausgebergremium: Prof. Dr. Wolfgang Glatzer (Universitt Frankfurt/Main), Prof. Dr. Francois Hoepflinger (Universitt Zrich), Prof. Dr. Ilona Ostner (Universitt Gttingen), Prof. Dr. Norbert F. Schneider (Universitt Mainz) und Prof. Dr. Laszlo A. Vaskovics (geschftsfhrend, Universitt Bamberg).
Wissenschaftlicher
Beirat
Wissenschaftlicher Beirat:
Kuno Beller (Berlin), Hans Bertram (Berlin), Walter Bien (Mnchen), Hans-Peter Blossfeld (Bielefeld), Christine Clason (Groningen), Manuela du Bois-Reymond (Leyden), Irenus Eibl-Eibesfeldt (Erling-Andechs), Gabriele Gloger-Tippelt (Dsseldorf), Christine Goldberg (Wien), Manfred Hofer (Mannheim), Michael-Sebastian Honig (Trier), Johannes Huinink (Leipzig), Jean Kellerhals (Genf), Lothar Krappmann (Berlin), Dorothea Krger (Hannover), Helga Krger (Bremen), Karl Lenz (Dresden), Barbara Methfessel (Heidelberg), Wolf-Rdiger Minsel (Kln), Leo Montada (Trier), Mechthild Oechsle (Bielefeld), Erhard Olbrich (Erlangen), Hans Oswald (Potsdam), Meinrad Perrez (Freiburg), Michael-Burkhard Piorkowsky (Bonn), Hellgard Rauh (Potsdam), Rudolf Richter (Wien), Brigitte Rollett (Wien), Elisabeth Sander (Koblenz), Martin H. Schmidt (Mannheim), Ulrich Schmidt-Denter (Kln), Hans-Joachim Schulze (Amsterdam), Karl Schwarz (Wiesbaden), Barbara Seel (Stuttgart), Rainer K. Silbereisen (Jena), Annemette Sorensen (Bergen), Klaus-Peter Strohmeier (Bochum), Hans-Georg Voss (Darmstadt), Michael Wagner (Kln), Max Wingen (Bonn), Jrgen Zinnecker (Siegen).
Redaktion
Die Redaktion (Prof. Dr.
Hartmut Kasten) befindet sich in der Auenstelle Mnchen des Staatsinstituts
fr Familienforschung an der Universitt Bamberg (Richelstrae 11/III, 80634
Mnchen Tel.: 089/130 62-138 oder -137, Fax: 089/130 62-7138 oder -7137,
e-mail: oder ).
Abonnement
Die Zeitschrift fr Familienforschung erscheint jhrlich mit drei Heften. Der Jahresumfang betrgt ca. 360 Seiten. Das Jahresabonnement kostet 80.- DM zuzglich Versandkosten und kann bestellt werden beim Verlag Leske + Budrich, Postfach 300551. 51334 Leverkusen. Tel.: 02171/49070; Fax: 490711. e-mail:
Hinweise
fr Autoren
Zeitschrift
fr Familienforschung
Beitrge zu Haushalt, Verwandtschaft,
Lebenslauf ZfF
Richtlinien fr die
Manuskriptgestaltung
Manuskripte
knnen nur dann redaktionell bearbeitet werden, wenn sie formal den folgenden
Richtlinien entsprechen:
1.
Manuskripte (im Umfang bis zu 30 Seiten) sind in dreifacher
Ausfertigung und auf Diskette an die Redaktion zu senden. Die Seitenangabe
bezieht sich auf Standardmanuskriptseiten fr Text einschlielich Tabellen und
Literaturverzeichnis. Eine Standardmanuskriptseite umfasst 26 Zeilen mit
je 60 Zeichen, der Seitenabstand am linken Papierrand betrgt 3,5 cm. Zwischen
allen aufeinanderfolgenden Zeilen des Manuskriptes ist ein zweizeiliger
Abstand einzuhalten.
2.
Zur Titelaufnahme in
"Current Contents" ist ein englischsprachiger Titel
erforderlich. Auerdem sind auf gesondertem Blatt eine Zusammenfassung und
ein englischsprachiges Abstract von jeweils maximal 15
Schreibmaschinenzeilen einzureichen.
3.
Die Beurteilung
der Manuskripte erfolgt in anonymisierter Form. In der Regel werden Gutachter
aus dem Kreise der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats herangezogen. Die
Entscheidung ber Annahme, Ablehnung oder Revision wird von den Herausgebern
auf der Grundlage der eingeholten Gutachten getroffen.
4. Folgende Punkte sind bei der formalen Gestaltung
der Manuskripte besonders zu beachten:
4.1 Im Manuskript unterstrichene Textteile werden kursiv
gesetzt.
4.2 Die Bltter des Manuskriptes sind in nachstehender
Abfolge einzureichen, wobei jeder der angefhrten Teile auf einem neuen
Blatt beginnt:
1. Titelseite
(incl. englischsprachigem Titel)
2. Abstract
und Keywords; Zusammenfassung und Schlsselbegriffe
3. Text
mit Funoten und Literaturverzeichnis
4. Tabellen
und Abbildungen (auf gesonderten Blttern), den jeweiligen Textstellen zugeordnet
5. Autorenanschrift
mit Fax- und Telefon-Nummer und E-mail-Anschrift
4.3 Smtliche Bltter - auer Abbildungen - sind
mit fortlaufenden Seitenzahlen sowie mit einer Kopfzeile (erste
Worte des Manuskripttitels) zu versehen.
4.4 Die Titelseite enthlt den Titel und
die Verfasserangaben (Autorennamen mit ausgeschriebenen Vornamen und die
institutionelle Zugehrigkeit mit Ort).
4.5 Zwischenberschriften knnen auf
maximal drei Dezimalebenen angegeben werden (1. Gro-/Kleinschreibung fett oder
unterstrichen: 2. Gro-/Kleinschreibung unterstrichen: 3. Gro-/Kleinschreibung
normal). Zustzliche Bezeichnungen durch Ziffern oder Buchstaben entfallen.
4.6 Abstze in Kleindruck erhhen die
bersichtlichkeit. Zu diesem Zweck sollen Erluterungen, Exkurse,
Dokumentationen, z.B. Testaussagen, Erhebungsprotokolle, kasuistische Verweise
sowie alle Verfahren und Ergebnisse der Datenanalyse (Statistik) durch linksseitigen
senkrechten Bleistiftstrich fr Kleindruck ausgezeichnet, jedoch keinesfalls
engzeilig geschrieben werden.
4.7 Statistische Analysen und andere
Daten (z.B. aus Interkorrelationsrechnungen, Varianz-, Faktoren- oder
Clusteranalysen usw.) sollen nur insoweit wiedergegeben werden, wie sie zum
Verstndnis bzw. zur Begrndung der Befunde erforderlich sind.
4.8 In der Diskussion/Schlussfolgerung sollte
neben der wissenschaftlichen Bedeutung mglichst auch die praktische
Verwertbarkeit der Ergebnisse dargestellt werden.
4.9 Abbildungen und Tabellen sind auf
gesonderten Blttern abzuliefern, jeweils der entsprechenden Textstelle
zugeordnet. Sie mssen in sich durchlaufend nummeriert sein und kurze,
prgnante Legenden erhalten, die das Verstndnis unabhngig vom Text
ermglichen, wobei aber im Text Hinweise auf Tabellen und Abbildungen zu geben
sind. Die Legenden zu den Tabellen stehen darber (Obertitel), die Legenden zu
den Abbildungen darunter (Untertitel). Abbildungen knnen im allgemeinen nur
als Strichzeichnungen (Diagramme, Kurven, Schemazeichnungen) abgedruckt werden.
Vom Autor werden reproduktionsreife Vorlagen erbeten in gleichmiger
Strichstrke und einer Beschriftungsgre, die nach Verkleinerung noch gut
lesbar ist.
4.10 Funoten sind fortlaufend (nicht
manuell) und automatisch zu nummerieren und am Ende der jeweiligen Textseite zu
platzieren. Sie sollen sehr sparsam verwendet werden.
4.11 Literaturverweise im Text erfolgen
durch Angabe des Autors (nur Familienname) und des Erscheinungsjahres. Namen erscheinen
stets in Gro- und Kleinbuchstaben, sie werden nicht unterstrichen.
Hierzu
sind folgende Zitierregeln zu beachten:
...
wie Brderl (1989) schrieb ...
Es
wurde betont (Filipp, 1981) ...
Benin
und Agostinelli (1988, S. 352) zeigen ...
Weitere
Studien (Thiessen & Rohlinger, 1988) ...
Garhammer
(im Druck) formuliert ...
Verschiedentlich
wurde betont (Geissler, 1995; Pfau-Effinger, 1994) ...
4.12 In das Literaturverzeichnis sind alle
im Text angefhrten Quellen aufzunehmen, jedoch keine darber hinausgehenden
Literaturverweise. Nicht aufgenommen werden Arbeiten in Vorbereitung, nicht
publizierte Vortrge, sowie eingereichte, aber noch nicht angenommene Reader-
und Zeitschriftenbeitrge.
4.13 Jede einzelne Literaturangabe enthlt:
Autor(en), Erscheinungsjahr, Titel, Erscheinungsangaben (bei Zeitschriften:
Name der Zeitschrift, Band, Seitenangaben [erste und letzte Seite]; bei
Bchern: Verlagsort, Verleger).
Beispiele fr Literaturangaben aus Zeitschriften:
Lohkamp-Himmighofen,
M. (1994). Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Die Situation in den zwlf
Lndern der EG. Aus Politik und Zeitgeschichte, 7/8, 3-13.
Cowan,
C.P., Cowan, P.A., Heming, G., Garrett, E., Coysh, W.S., Curtisboles, H. &
Boles, A.J. (1985). Transition to parenthood, - His, Hers, And Theirs. Journal of Family
Issues, 6, 451-486.
Luhmann,
N. (1988). Sozialsystem Familie. System Familie, 1 (2), 75-91.
Beispiele fr Literaturangaben von Bchern:
Meulemann,
H. (1984). Gemeinsamer Alltag - Geteilte Perspektiven? Die bereinstimmung zwischen
Mann und Frau in einer reprsentativen Befragung von Ehepaaren. In: H.
Meulemann & K.-H. Reuband (Hrsg.), Soziale Realitt im Interview (S.
207-239). Frankfurt/New York: Campus.
Brderl, L. & Paetzold, B.
(Hrsg.) (1992). Frauenleben zwischen Beruf
und Familie. Psychosoziale Konsequenzen fr Persnlichkeit und Gesundheit.
Weinheim/Mnchen: Juventa.
Funk,
W. (1993). Determinanten der Erwerbsbeteiligung von Frauen im internationalen
Vergleich. Frankfurt/Main: Peter Lang.
Beispiele fr Literaturangaben von Forschungsberichten und
Dissertationen:
Kasten,
H. (1973). Zur Analyse interpersonaler Aspekte verbaler Kommunikation.
Unverffentlichte Dissertation. Universitt Regensburg.
Kasten,
H. (1997). Die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit behinderten
Geschwistern. Literaturbersicht und Bericht ber eine Expertenbefragung.
Ifb-Materialien, 1. Universitt Bamberg.
Bei
englischsprachigen Werken sind folgende Abkrzungen zu verwenden: ed. (Edition), 2nd
ed. (Second Edition). Ed. (Editor), Eds. (Editors): p (Page), pp (Pages): Vol. (Volume), Vols. (Volumes).
5. Hinweise fr die Einreichung der
Endfassungen der Manuskripte
Aus
drucktechnischen Grnden bitten wir Sie, die Endfassungen der Beitrge als
Manuskript und auf Diskette einzusenden. Textdatei und Ausdruck mssen exakt
bereinstimmen. Die Diskette muss mit Hilfe der Textverarbeitungs-Software
MS-Word / Word fr Windows angefertigt werden. Bitte geben Sie auch an, welche
Programmversion Sie benutzt haben. Bitte beachten Sie bei der Anfertigung Ihrer
Endfassung noch folgendes:
- Im Text mglichst keine
Schriftwechsel (Font, Zeilenabstand), Schrift mglichst Arial.
- Im Text Seitenformat (Rnder etc.)
nicht ndern.
- Automatische Paginierfunktion
verwenden. Seitenzahlen nicht per Hand einfgen.
- Die
harte Zeilenschaltung niemals in Abstzen benutzen, um an den Anfang der
nchsten Zeile zu gelangen.
- Literaturliste: Jede Literaturangabe
als einfachen Absatz schreiben (keinen Einzug o.).
- Zwischenberschriften
kennzeichnen: 1. Stufe: fett und unterstrichen, 2. Stufe: fett, 3. Stufe: keine
Hervorhebung.
- Hervorhebungen im Text: kursiv.
Tabellen
platzieren Sie bitte am Dateiende, dabei Tabellenfunktion oder Tabulatoren
verwenden (keine Leerzeichen).
Abbildungen
reichen Sie bitte separat als sauberen Laserausdruck auf weiem Papier (kein
Recyclingpapier) mit mglichst glatter Oberflche bei. Bei Rasterflchen bitte
ein mglichst grobes Raster verwenden. Evtl. ist es auch mglich, die Grafiken
von der Diskette einzuspielen (bitte auf jeden Fall sauberen Papierausdruck
beifgen). Die maximale Breite soll 13 cm, die maximale Hhe inkl. berschrift
15 cm nicht berschreiten. Verwenden Sie entweder Pixelgrafiken (bmp-, pcx-
oder tif-Formate) oder Vektorgrafiken (drw-, cdr- oder wmf-Formate).
Krzlich publizierte Beitrge
Dyczewski, L. Die Familie
im Transformationsprozess Polens
Zusammenfassung
Die
Transformationsprozesse nach dem Umbruch des sozialistischen Systems in Polen 1989
haben eine ganz neue Umwelt fr die Familie geschaffen und haben ihren Wandel
beschleunigt und verstrkt. Die Haupteigenschaften dieses Wandels sind die folgenden:
Die soziale Differenzierung der Familie und die Verarmung der durchschnittlichen
Familie; die Konzentration der durchschnittlichen Familie auf die Erfllung
grundstzlicher biologischer Bedrfnisse, bei gleichzeitiger Vernachlssigung
geistiger, hherer Entwicklungsbedrfnisse; die ethischen Ansichten in bezug
auf das Ehe- und Familienleben werden liberaler; der Geburtenrckgang; die Ausbreitung
verschiedener Formen des Familienlebens, unter anderem Ein-Eltern-Familie,
nichteheliche Lebensgemeinschaft (sog. Kohabitation), kinderlose Ehen.
Bis heute
spielt die Familie im Kollektivbewusstsein der polnischen Gesellschaft eine
sehr zentrale Rolle. In der ersten Etappe der Systemtransformation ist die
Bedeutung der Familie fr das Individuum sogar gewachsen, was durch die vielen
konkreten Schwierigkeiten im Alltag bedingt war. In dem allgemeinen Chaos, so
kann man die augenblickliche politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche
Situation bezeichnen, ist die Familie fr den Einzelnen der zentrale
Stabilisierungsfaktor, geistige Sttze und Quelle materieller Hilfe gleichermaen.
Neuere
Analysen weisen auf die Notwendigkeit hin, eine aktivere und kompensatorische
staatliche Familienpolitik zu betreiben.
Schlagworte: Transformationsprozess,
Lebensbedingungen der Familie, Leistungen der Familie, Arbeitslosigkeit,
Ein-Eltern-Familie, nichteheliche Lebensgemeinschaft (Kohabitation),
kinderlose Ehen, Familienpolitik.
Abstract
Many changes in the Polish family began very early, before the change of
the social-political system in 1989 occurred. The transforming society many of
them strengthens or accelerats.
Main changes are following: Expansion of liberal
ethical views towards marital-family life; impoverishment of the average family
and concentration of efforts of a greater part of families on satisfying basic
(biological) needs, and neglect of developmental (spiritual, higher) needs;
decrease in natality; multiplication of the forms of family life (single-parent
family, cohabitation, married couples without children).
For the time being, the family still enjoys high
esteem within Polish society. It has been found that in the initial phase of
the system transformation this esteem has even increased. Against the background of chaos generally
prevailing (this term seems to be the best word to describe the present political,
economic and social situation in Poland) the family constitutes an essential
factor in providing a stable mental footing and comprehensive assistance for
the individual.
A new situation of family needs a more complementary,
diversified and active family policy.
Keywords: Transforming society, family
infrastructure, impoverishment, unemployment, single-parent family,
cohabitation, decrease in natality, family policy.
Geser, W. Geschwisterbeziehungen
junger Erwachsener aus Scheidungsfamilien
Zusammenfassung
Anhand eines Vergleichs
der Geschwisterbeziehungen von 104 Personen aus Scheidungsfamilien mit den Geschwisterbeziehungen
von 121 Personen aus nicht geschiedenen Familien wird der Einfluss der
elterlichen Scheidung auf die Beziehung zwischen Geschwistern im jungen Erwachsenenalter
untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass die Scheidungsfolgen von der
Geschwisteranzahl und der Geschlechtszusammensetzung der Geschwisterdyade
abhngt. Bei Personen mit einem bzw. mit drei Geschwistern hat die Scheidung
positive Auswirkungen auf die Geschwisterbeziehungen. Vermutlich werden
Defizite in der Beziehung zum Vater durch Verstrkung der Geschwisterbeziehungen
kompensiert. Bei Personen aus Scheidungsfamilien mit einem Geschwister ist die
Qualitt der Geschwisterbeziehungen niedriger als bei Personen aus nicht-geschiedenen
Familien mit einem Geschwister. Auerdem sind die Geschwisterbeziehungen von
Mnnern aus Scheidungsfamilien signifikant besser als jene von Mnnern aus
nicht geschiedenen Familien. Von den mit einer Scheidung verbundenen
Belastungsfaktoren, wie Verschlechterung der finanziellen Lage etc, haben vor
allem die elterlichen Konflikte, die im Kontext der Scheidung auftreten,
einen Einfluss auf die Geschwisterbeziehung. Der Zusammenhang zwischen der
Beziehung zu den Eltern und den Geschwisterbeziehungen ist in
Scheidungsfamilien enger als in nicht-geschiedenen Familien.
Schlagworte: Scheidung,
Scheidungsfamilie, Scheidungsfolgen, Geschwisterbeziehungen, Familienbeziehungen.
Abstract
Comparing the relationships of brothers and sisters in divorced families
(N = 104) with those in non-divorced (N = 121) ones, the influence of a
parental divorce on their relationships in adulthood is examined. The study
shows that the consequences of a divorce depend on the number of siblings and
their gender. For people with one respective three siblings the divorce has
positive effects on the kids affinity for each other. Deficits
in the relationship to their father are probably compensated by an
intensification of the siblings relationship
with each other. Individuals from divorced families with one sibling hold a
lower quality of relationship than those from non-divorced families with one
sibling. Furthermore, the relationships of male siblings from divorced families
are significantly better than those of men from non-divorced families. Of the
burdening factors related with a divorce, like a financial setback, mainly
parental conflicts which arise in the context of a divorce influence the relationship
of brothers and sisters. The connection between the relationship to their parents
and that to each other is closer in divorced families than in non-divorced
ones.
Keywords: Divorce, family of divorce,
sibling-relations, family-relations.
Hellwig, J. O. Berufswelt
und Familienbildung. Zur Abhngigkeit privater von beruflichen Entscheidungen
Zusammenfassung
Mit dem Rckgang
normativer Bindungen im Privatleben stellt sich die zentrale Frage der
Kriterien privater Entscheidungen. Der Individualismus setzt an die Stelle der
normativen Verpflichtung zur Ehe und Familie ein von ueren Zwngen befreites
Individuum. In dieser Arbeit werden private Entscheidungen auf der Grundlage
der Theorie rationaler Akteure betrachtet. Fr den Prozess der Partnerschaftsbildung
wird eine Abhngigkeit von den Gelegenheiten des beruflichen Lebenslaufs
vorausgesagt. Die verschiedenen Aspekte des beruflichen Lebenslaufs sollten
sich dabei in ihrer Wirkungsrichtung und -strke unterscheiden. Diese Thesen
werden in einer Kohorte von 1987 ehemaligen Gymnasiasten zwischen dem 16. und
43. Lebensjahr berprft und durchgngig besttigt. Die Arbeit zeigt
gleichzeitig, dass die Zwnge der Berufswelt mit den Kosten der privaten Ziele
zunehmen. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft ist unabhngig von den Eckdaten
des beruflichen Lebenslaufs, geheiratet wird dagegen erst bei gnstigen
Gelegenheiten in der Berufswelt. Diese Ergebnisse richten sich somit gegen die
Meinung, es gbe neue Entscheidungsfreiheiten des Individuums.
Schlagworte: Familienbildung,
nichteheliche Lebensgemeinschaft, Lebenslaufperspektive, Ereignisanalyse.
Abstract
The decline of normative commitments in private life poses the key
question of which criteria govern private decisions. Individualism replaces the
normative obligation to marry and have a family with an individual who is freed
from external constraints. This paper examines private decisions on the basis
of the theory of rational actors. The paper predicts that the process of
forming partnerships depends on the opportunities presented by the occupational
career, whereby the various aspects of the occupational career should differ in
the direction and strength of their effects. These hypotheses are examined
using a cohort of 1,987 German former high-school pupils between the ages of 16
and 43 and are universally confirmed. At the same time the paper proves that
the obligations of occupational life increase with the costs of private goals.
Cohabitation is not dependent on the key data for the occupational career
whereas marriage only takes place if the world of work presents favourable opportunities.
Therefore, these findings are contrary to the theory of new freedom of choices
in individualism.
Keywords: Forming family,
cohabitation, life course analysis, rational choice.
Lauterbach, W. &
Pillemer, K. Social
Structure and the Family.: A United States-Germany comparison of residential
proximity between parents and adult children
Zusammenfassung
In der zweiten
Lebenshlfte ist die rumliche Entfernung zwischen Eltern und einem ihrer
erwachsenen Kinder von entscheidender Bedeutung fr die Erbringung von
alltagspraktischen Hilfeleistungen. Der vorliegende Aufsatz widmet sich der
Frage, in welcher Entfernung vom Haushalt der Eltern das nchstwohnende erwachsene
Kind lebt. Wir betrachten diese Frage fr die USA und fr Deutschland. Nur
durch einen Lndervergleich wird ersichtlich, ob sich vergleichbare
Mobilittsfaktoren unterschiedlich auf die Wohnentfernung auswirken. Mit Hilfe
der Daten des Sozio-konomischen Panels und des National Survey of Families and
Households zeigen wir, dass die Entfernung zu den Eltern ma߭geblich durch die
Bildungsqualifikation und den beruflichen Status der Kinder beeinflusst wird.
Ebenso durch Lebenslaufeffekte und kritische Familienereignisse etwa eine Scheidung
oder eine Verwitwung. Unterschiedlich nahe leben Shne und Tchter. Letztere
leben meist nher und bei familialen Krisen wird die Entfernung vornehmlich
zwischen ihnen und ihren Eltern geringer.
Schlagworte: Familie, Generationen,
spte Familienphase, internationaler Vergleich, rumliche Entfernung.
Abstract
The geographical proximity between parents and their adult children is
conducted in a cross-national analysis. We propose a theoretical framework in
which we view the process of residential decisions as resulting from a conflict
between the dependency needs of family members, life cycle positions and the
occupational opportunities offered by labor market. We use comparable national
data sets on the United States and Germany to address the question of whether
the determinants of geographical distance between the generations differ in the
two countries. As predicted, educational and occupational attainment was positively
related to geographical distance between the generations. Further, life cycle
factors emerged as important predictors, with persons in middle age are most
likely to live farther away from parents than either older or younger children.
However, major cross-national differences in predictors of geographical
proximity were not found.
Keywords: Family, generations, late family
period, international comparison, residential proximity.
Wingen, M. Zur wissenschaftlichen und politischen Bedeutung von
Familie und Haushalt
Zusammenfassung
Im vorliegenden Artikel
wird der Versuch unternommen mehr Licht auf die Zusammenhnge zwischen den
familienpolitischen Vernderungen im Bereich Scheidung/Trennung und der
zunehmenden Familieninstabilitt, die in Schweden von Mitte der sechziger bis
zu den frhen neunziger Jahren zu registrieren war. Zu diesem Zweck wurden die
Daten des schwedischen Familiensurveys von 1992/93 regressionsanalytisch ausgewertet.
Die Ergebnisse belegen sowohl direkte wie auch indirekte Einflsse
familienpolitischer Manahmen. Direkte Einflsse manifestieren sich zum
Beispiel im Hinblick auf die gemeinsame elterliche Sorge und die Inanspruchnahme
des Erziehungsurlaubs von Vtern. Langzeiteinflsse von Vernderungen des
Scheidungsgesetzes (z.B. Wegfall des Schuld-Paragrafen) scheinen sich dagegen
nur sehr begrenzt auf die Familienstabilitt auszuwirken. Indirekte
familienpolitische Einflsse lassen sich belegen anhand der Tatsache, dass sich
Ausbildungsniveau und beruflicher Status auf die Scheidungs-/Trennungsquoten
auswirken. Interessanterweise scheint auch der Familienstand eine Variable zu
sein, die sich auf die Stabilitt der Partnerbeziehung auswirkt.
Schlagworte: Schweden, Familienpolitik, Familienauflsung
(Trennung oder Scheidung), Scheidungsgesetz, elterliche Sorge.
Abstract
This paper is an attempt to shed more light on the relationship between
changes in policies around family dissolution and increasing family instability
among parents in Sweden from the mid-1960s to the early 1990s. Data extracted
from the Swedish Family Survey of 1992/93 are analysed using the method of
intensity (hazard) regression. The results suggest both direct and indirect
policy effects. Such direct impacts are indicated for joint custody for
children and for fathers use of parental leave, while the long-term influence
of no-fault divorce law seems to be very limited on family stability. Indirect
policy impacts are seen for the effects of different educational levels and
employment statuses on partnership dissolution. Also by marital status interesting
differences were found regarding the determinants of parents' relationship
stability in Sweden.
Keywords: Sweden, family policy, family dissolution (i.e. divorce or separation),
divorce law, custody for children.